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Markt   |   27.03.2026

Anlegen in unruhigen Zeiten

Das Kapitalmarktumfeld hat sich seit Jahresbeginn stark verändert, die Unruhe an den Märkten deutlich zugenommen. Altbekannte Daumenregeln und Standardlösungen helfen Anlegern weniger denn je. Wie lässt sich ein Portfolio aufbauen, das robust ist und zugleich attraktive Renditechancen bietet?

An den globalen Kapitalmärkten hat sich der Wind gedreht. Ein Blick auf den Dax: Nach einem neuen Allzeithoch von gut 25.400 Punkten Mitte Januar weist die Tendenz seitdem, mit teilweise starken Ausschlägen, nach unten. Derzeit (22. März) steht ein Verlust von fast 12 Prozent im Vergleich zum Allzeithoch vor gut zwei Monaten zu Buche. Das ist eine heftige Korrektur.

Korrekturen sind nach verbreiteter Ansicht vieler Börsianer ein guter Moment, einen Einstieg zumindest ernsthaft zu erwägen. Ist es schon die Zeit dafür? Mit dem Dax und dem S&P 500 zeigen zwei wichtige globale Aktienindizes seit Mai 2025 in etwa eine Seitwärtsbewegung, die bis etwa Jahreswechsel anhält. Dahinter versteckt sich jedoch ein sehr differenziertes Bild. In munterer Folge waren ganze Branchen wie Software, Versicherungsvertrieb oder Logistik von einem Ausverkauf betroffen, da künstliche Intelligenz deren Geschäftsmodelle in Frage stellen und oder gänzlich überflüssig machen könnte. 1 Der Gesamteffekt auf die Indizes blieb jedoch überschaubar, da andere Branchen diese Entwicklung bis zu einem gewissen Grad kompensierten. Das ist ein Beispiel dafür, dass Diversifikation auch innerhalb einer Assetklasse funktioniert (hier bei Aktien), da sich auch in einem Marktindex zumindest unternehmens- und sektorspezifische Risiken bis zu einem gewissen Grad ausgleichen können.

Weiterhin Unruhe und Kursschwankungen zu erwarten

Wenn auch die konkreten Ursachen und der genaue zeitliche Verlauf nicht vorhersehbar waren, kommt die verstärkte Unruhe und höhere Volatilität an den Märkten nicht unerwartet. 2026 werde „die Widerstandsfähigkeit von Institutionen, die Flexibilität der Politik und die Anpassungsfähigkeit der Weltwirtschaft an eine zunehmend fragmentierte Welt auf die Probe stellen“, sagte Christian Schulz, Chief Economist Allianz Global Investors im Dezember an dieser Stelle. 2

Es spricht aus heutiger Sicht viel dafür, dass dieses auch im weiteren Verlauf des Jahres so bleibt. Geopolitische Umbrüche und technologische Entwicklungen werden die Kapitalmärkte ebenso wie die Wirtschafts- und Zollpolitik sowie die Zinspolitik der Notenbanken beeinflussen. Entsprechend ist auch weiterhin mit Unruhe an den Kapitalmärkten zu rechnen. „Die Kursschwankungen werden vermutlich anhalten. Selbst kurzfristige Marktentwicklungen lassen sich nur schwer prognostizieren, was einen agilen Investmentansatz umso wichtiger macht.“ 3

Klassische Anlagelösungen haben Mängel

Wenn Unruhe an Kapitalmärkten herrscht und die Kurse stark schwanken, ist die breite Streuung des Portfolios über verschiedene Assetklassen die beste Antwort für Anleger. Daumenregeln und Standardlösungen dazu gibt es zuhauf.

Indem sie Aktien und Anleihen berücksichtigen, bieten beide Ansätze einen ersten Schritt hin zu einem diversifizierten Portfolio. Beide weisen aber Schwächen auf. So versagte die klassische 60-40-Aufteilung, als im Jahr 2022 sowohl Aktien als auch Anleihen eine sehr schwache Performance zeigten. Auch „100-minus-Lebensalter“ führt schnell an Grenzen. Sollte das Portfolio eines 50-jährigen Arbeitnehmers tatsächlich zur Hälfte auf Anleihen aufbauen? Welche Wirkung haben steigende Lebenserwartung und späterer Eintritt in die Rente? Und zuletzt, warum überhaupt sollte die Auswahl auf Aktien und Anleihen beschränkt werden, wenn andere Assetklassen wie Immobilien, erneuerbare Energien, Private Equity oder Infrastruktur attraktive Risiko-Rendite-Profile aufweisen und das Portfolio durch weitere Diversifizierung noch robuster machen können?

Robuste Portfolios

Ein komplexes Kapitalmarktumfeld wie heute erfordert einen neuen, dynamischen Kapitalanlage-Ansatz, der aber auch neue Chancen eröffnen kann. Stefan Rondorf von den Allianz Global Investors fasst zusammen: „Bei vielen Unwägbarkeiten sticht der Trumpf der Diversifikation. Mit der Streuung auf verschiedene Vermögensklassen kann ein Portfolio mit unterschiedlichsten Szenarien zurechtkommen.“ 4

Anleger sollten vor allem die noch breitere Diversifizierung des eigenen Portfolios ins Auge fassen und neben dem Ausbau von Positionen in traditionellen Anlageklassen auch die Erweiterung durch ein breites Spektrum unkorrelierter Investments verfolgen.

NZZ – The Market, das Finanzportal der Neuen Zürcher Zeitung, riet Ende Februar Anlegern dazu, „die Vermögensaufteilung zu überdenken und weitere Anlagekategorien zu berücksichtigen. Das ist die Überlegung, die hinter sogenannten robusten Portfolios steckt. Sie sollen sich in verschiedenen Marktszenarien bewähren und dadurch auf lange Frist bei vergleichsweise geringem Risiko eine ansprechende Rendite erzielen.“ 5

Allvest – hoch diversifiziertes Investment, sicher, renditestark und ständig verfügbar

Allvest ist ein hoch diversifiziertes und robustes Investment, gerade in komplexem Umfeld. Als hoch attraktiv verzinster Sicherheitsbaustein von Allvest dient das Sicherungsvermögen der Allianz. Das Sicherungsvermögen der Allianz ist sicher und breit gestreut mit Investments in über 50 Anlageklassen, inklusive Alternativen Anlagen.

Der Renditebaustein besteht aus ausgewählten ETFs/Investmentfonds und kann dank eines hohen Aktienanteils einen guten Inflationsschutz bieten. Die passive Anlagestrategie ist ein global diversifiziertes Portfolio aus ETFs und Indexfonds mit über 2.500 Einzeltiteln in mehr als 50 Ländern. Verwaltet wird es von Allianz Investment Management. In der von Allianz Global Investors gemanagten aktiven Anlagestrategie wird in eine Vielzahl von aktiven Investmentfonds mit unterschiedlichem regionalem und thematischem Fokus investiert.


1 So wurde zum Beispiel hinterfragt, ob sich die Milliardeninvestitionen von US-Tech-Werten für den Bau von Rechenzentren tatsächlich kurzfristig auszahlen würden. Ein prominentes deutsche Beispiel ist SAP – bis heute der größte Wert im Dax –, deren Kurs in den vergangenen sechs Monaten 32 % und über ein Jahr sogar um fast 40 % eingebrochen ist. (Stichtag: 22.03.2026).

2 Allvest Magazin: Neue Wege erkunden.

3 Allianz Global Investors: Zins- und Zeitenwende meistern. [24.03.2026]

4 Allvest Magazin: 2026 - Ein Jahr der Diversifikation.

5 NZZ – The Market: Vermögensaufteilung in der neuen Weltordnung, 27.02.2026.

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