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Person balanciert auf einem Seil über einem Wald
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Vorsorge   |   28.05.2026

Allianz Vorsorge Index: Die finanziellen Ziele und Sorgen der Deutschen

Größte Sorge ist die Inflation / Nur jeder fünfte Deutsche hat ausreichend fürs Alter vorgesorgt / Bei knapper Kasse in der Rente plant jeder Zweite mit Nebenjob

© Shutterstock

Die Altersvorsorge in Deutschland steht unter starkem Druck des demografischen Wandels. Die gesetzliche Rente allein wird künftig nicht mehr ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Um dieses Thema dreht sich eine der intensivsten politischen und gesellschaftlichen Debatten, die derzeit in Deutschland geführt werden.

Doch was denken die Deutschen selbst? Wie schätzen sie ihre Vorsorgesituation heute ein, welche finanziellen Ziele verfolgen sie und wo liegen die größten Sorgen um eine auskömmliche finanzielle Versorgung im Alter?

Allianz Leben hat das Ipsos Institut beauftragt, diese Fragen in einer repräsentativen Umfrage zu untersuchen. Wir stellen die wesentlichen Ergebnisse vor und werfen einen Blick auf die Folgen, die sich daraus ergeben.

Zuversicht für die Zukunft – Aktueller Stand ausbaufähig

„Steigende Lebenshaltungskosten sind größte finanzielle Sorge“ (Süddeutsche Zeitung), „Altersvorsorge bleibt Problemzone“ (Versicherungsbote), „Weshalb die Deutschen auf ausreichende Altersvorsorge verzichten“ (Versicherungsjournal.de) – die Veröffentlichung des Allianz Vorsorge Index fand Mitte April breiten Widerhall in den Medien. Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut IPSOS im Auftrag der Allianz Leben bundesweit mehr als 1.000 Deutsche zwischen 25 und 65 Jahren zu Themen wie finanzieller Zuversicht und Vorsorgeverhalten befragt.

Grundsätzlich herrscht unter den Deutschen verbreitet Zuversicht darüber, die eigenen finanziellen Pläne umsetzen und Ziele erreichen zu können. 37 Prozent der Deutschen sind diesbezüglich sehr oder sogar äußerst zuversichtlich, weitere 33 Prozent einfach nur zuversichtlich. „Äußerst" und „sehr" zuversichtlich waren dabei überproportional Männer im Vergleich zu Frauen (41 zu 34 Prozent) sowie der Süden und Westen der Republik im Vergleich zum Norden und Osten (rund 40 zu jeweils 31 Prozent).

Abb. 1: Die Deutschen und ihre aktuelle finanzielle Lage

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Kreisdiagramm über die finanzielle Lage der Deutschen
Quelle: Allianz Lebensversicherungs-AG, 2026.

Wie aber ist es konkret um die eigene Altersvorsorge bestellt? Sehen sich die Deutschen, Stand heute, bereits ausreichend abgesichert? Wie schätzen sie ihre aktuelle Situation ein?

Hier zeigt sich ein anderes Bild als zuvor, die Deutschen sind spürbar skeptischer. Gezielt nach dem Stand der eigenen finanziellen Vorsorge fürs Alter befragt, sieht sich nur noch knapp jeder Fünfte bereits heute gut und ausreichend für das Alter abgesichert. Dagegen gibt fast die Hälfte der Befragten an, Vorsorgemaßnahmen zwar ergriffen, aber noch nicht in ausreichendem Maße durchgeführt zu haben (46 Prozent). Für diese Gruppe bleibt es wichtig, die eigene Vorsorge nicht schleifen zu lassen und an veränderte Realitäten anzupassen.

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Portraitfoto Ruedi Kubat
Ruedi Kubat
CEO der Allianz Lebensversicherungs-AG

Noch problematischer ist, dass gut ein Drittel der Befragten angibt, derzeit entweder keine Möglichkeit zum Sparen zu haben oder die Zeit dazu noch nicht gekommen sieht oder sich mit dem Thema nicht beschäftigt hat.

Abb. 2: Die Deutschen und ihre Altersvorsorge

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Balkendiagramm über die Deutschen und ihre Altersvorsorge
Quelle: Allianz Lebensversicherungs-AG, 2026.

„Die Deutschen sind deutlich zuversichtlicher, als viele vermuten“, sagt Ruedi Kubat, CEO der Allianz Lebensversicherungs-AG. „Der Allianz Vorsorge Index zeigt aber auch, dass die finanziellen Alltagssorgen oft dominieren. Zwar wissen auch die Jüngeren, wie wichtig Altersvorsorge für sie selbst ist. Doch viele gehen das Thema erst spät an und verlieren dadurch wertvolles Kapital für den eigenen Ruhestand.“

Die größte finanzielle Sorge der Deutschen ist Inflation

Auf die Frage nach ihren größten finanziellen Sorgen nennen 57 Prozent der Befragten steigende Lebenshaltungskosten. Mit einigem Abstand werden die Furcht vor unerwarteten Ausgaben (etwa für Reparaturen, 34 Prozent) und die Sorge, zu wenig für den eigenen Ruhestand zu sparen (31 Prozent der Befragten) genannt. Lediglich 13 Prozent der Befragten gaben an, keine finanziellen Sorgen zu haben.

Konkret für das Thema Altersvorsorge und die Frage, welche Risiken die Befragten aus heutiger Sicht speziell für die Versorgung im Ruhestand sehen, nennen sogar 60 Prozent starke Preissteigerungen bzw. Inflation als besonders hohes Risiko für das eigene Alterseinkommen, gefolgt von hohen Gesundheits- bzw. Pflegekosten.

Abb. 3: Die größten Risiken für die Altersvorsorge

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Balkendiagramm über die Risiken der Altersvorsorge
Quelle: Allianz Lebensversicherungs-AG, 2026.

Damit beweisen die Deutschen ökonomischen Sachverstand. Schon vergleichsweise moderate Inflationsraten von 2 bis 3 Prozent entwickeln mittel- bis langfristig eine große Wirkung, die bis zur Erosion des angesparten Kapitals und realem Wertverlust von zukünftigen Rentenzahlungen reichen kann. Eine besonders heftige Erfahrung diesbezüglich, mussten deutsche Sparer zuletzt in den Jahren 2019 bis 2023 machen.1

Einigkeit der Generationen: Mit 66 Jahren fängt die Rente an

Wenn es um den Eintritt in die Rente geht, herrscht Einigkeit über die Generationen beim Renteneintrittsalter. Egal, ob es um die unter 30-Jährigen oder die Millennials geht: Die Deutschen planen, durchschnittlich mit 66 Jahren in Rente zu gehen. Im Durchschnitt planen sie dann mit einem monatlichen Einkommen von 2.431 Euro auf Basis der heutigen Kaufkraft. Sollten die Einnahmen im Ruhestand nicht reichen, kann sich knapp jede oder jeder Zweite vorstellen, im Alter einen Nebenjob anzunehmen - oder länger zu arbeiten und damit erst später in Rente zu gehen.

Die Studie Die Erkenntnisse aus dem Allianz Vorsorge Index basieren auf einer Umfrage des Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag der Allianz im Zeitraum Februar/März 2026. Bundesweit wurden mehr als 1.000 Deutsche zwischen 25 und 65 Jahren zu Themen wie finanzielle Zuversicht und Vorsorgeverhalten befragt. Zugrunde lag ein nach Alter, Geschlecht, Region und Einkommen repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt der deutschen Bevölkerung.


1 Allvest Magazin (2024): Vermögensentwicklung und Inflation.

Mehr zum Allianz Vorsorge Index finden Sie in der Pressemitteilung der Allianz Lebensversicherung.

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